JenaGen Erregernachweise nach Zeckenstich
Schicken Sie einfach die entfernte Zecke per Post an unser Labor. Hier wird die Zecke mit Hilfe eines molekularbiologischen Verfahrens, der sogenannten Polymerase Kettenreaktion (PCR), auf die gewünschten Krankheits-Erreger hin untersucht. Innerhalb 1-3 Tagen erhalten Sie das Untersuchungsergebnis. Dieses liefert wertvolle Hinweise für die oftmals schwierige Diagnose durch Zecken übertragener Krankheiten. Zusammen mit Ihrem Arzt können Sie so frühzeitig mögliche Therapiemöglichkeiten besprechen. Richtige Entfernung von Zecken
Ablauf des Erreger-Nachweises
Was bringen die Erreger-Nachweise?Die Symptome der durch Zecken übertragenen Krankheiten sind vielfältig und oftmals unspezifisch. Dies führt zur Verunsicherung von Zeckenstich betroffener Personen und macht die Diagnose für den Arzt sehr schwierig. Selbst die Lyme-Borreliose, die mit Abstand am häufigsten durch Zecken übertragene Krankheit, gehört trotz über 60.000 Neuerkrankungen im Jahr zu den häufig übersehenen Infektionskrankheiten in Deutschland. Frühsymptome der Infektion werden oft übersehen. Dabei ist gerade eine frühzeitige Diagnose äußerst wichtig für eine erfolgreiche Behandlung, denn nur im Frühstadium kann eine Borreliose-Infektion relativ einfach mit Antibiotika therapiert werden. Die Erreger-Nachweise sollen den Betroffenen frühzeitig mehr Sicherheit verschaffen ohne auf mögliche Symptome warten zu müssen und den behandelnden Arzt bei der Diagnose unterstützen. Mögliche Therapien können frühzeitig eingeleitet und unnötige prophylaktische Antibiotikagaben vermieden werden. Im Vergleich zum JenaGen Erreger-Nachweis sind serologische Untersuchungen, z.B. IgG- und IgM-Nachweise mittels ELISA, erst nach mehreren Wochen möglich. Denn erst dann produziert der menschliche Körper Antikörper gegen die Infektions-Erreger. Es vergeht wertvolle Therapiezeit. Außerdem sind die Ergebnisse der serologischen Untersuchungen oft unsicher. Häufig ist es nicht möglich eine akute Infektion von einer früheren aufgeheilten Infektion zu unterscheiden, und manche Menschen produzieren im Frühstadium erst gar keine Antikörper. Die prophylaktische Antibiotikagabe nach Zeckenstichen ist umstritten, da statistisch nur etwa 3% aller Zeckenstiche zu einer Borreliose-Infektion führen. Ist die stechende Zecke jedoch Träger des Borreliose-Erregers, so erhöht sich das Infektionsrisiko um einen Faktor 10 auf fast 30% (vgl. http://www.uni-heidelberg.de/Zecken). In diesem Fall könnte eine prophylaktische Antibiotikagabe nach ärztlicher Rücksprache sinnvoll sein. Auf jeden Fall sollte besonders aufmerksam auf mögliche Symptome der Borreliose geachtet werden. Was bedeutet das Ergebnis des Erreger-Nachweises?Bei einem negativen PCR-Ergebnis konnte keine Erreger-DNA in der Zecke gefunden werden. Eine Infektion ist praktisch ausgeschlossen. Obwohl der Borrelien-Nachweis in Zecken mittels PCR vergleichsweise sicher ist, kann eine Infektion allerdings nicht mit 100%-iger Sicherheit ausgeschlossen werden. Es sollte weiterhin auf eventuell auftretende Symptome einer Borreliose geachtet werden. Ein positives PCR-Ergebnis beweist, dass die stechende Zecke Träger des Infektions-Erregers gewesen ist. Es besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Zum Beispiel führen laut Untersuchungen an der Universität Heidelberg statistisch nur etwa 3% aller Zeckenstiche zu einer Borreliose-Infektion. Ist die stechende Zecke jedoch Träger des Borreliose-Erregers, so erhöht sich das Infektionsrisiko um einen Faktor 10 auf fast 30%. Ob es tatsächlich zu einer Borreliose-Infektion gekommen ist, hängt wesentlich von der Saugdauer des Zeckenstichs ab. Die Wahrscheinlichkeit einer Borreliose-Übertragung nimmt ab 16 bis 24 Stunden deutlich zu. Auf jeden Fall sollte bei einem positiven PCR-Ergebnis der Hausarzt aufgesucht und das weitere Vorgehen, z.B. eine Antibiotika-Behandlung, besprochen werden. Was bringt die Differenzierung der Genospezies?Mit dem JenaGen Borreliose-Check werden alle unter dem Komplex Borrelia burgdorferi sensu lato zusammengefassten Erreger erfasst, einschließlich der vier in Europa vorkommenden humanpathogenen Spezies Borrelia burgdorferi sensu stricto, Borrelia garinii, Borrelia afzelii und Borrelia spielmanii. Unterschiedliche Genospezies der Borreliose-Erreger werden mit verschiedenen Symptomen einer Borreliose-Infektion assoziiert, die bei diesem Erregertyp besonders häufig beobachtet werden (z.B. Res. Microbiol. 146:329-340 (1995) oder Clin. Infect. Dis. 17:708-717 (1993)).
Sind in der entfernten Zecke Borreliose-Erreger nachgewiesen worden, ist es möglich, zusätzlich die Genospezies zu bestimmen. Mit der Kenntnis der Genospezies wissen Sie, auf welche Symptome Sie besonders achten sollten. Diese Assoziation bedeutet nicht, dass für Infektionen durch eine bestimmte Genospezies ausschließlich die beschriebenen und keine anderen Symptome auftreten können. In Hinblick auf die oftmals schwierige klinische Diagnose einer Borreliose kann die Kenntnis der Genospezies jedoch einen wichtigen "Mosaikstein" darstellen. Wer ist besonders gefährdet? Gefährdet sind alle Personen mit Aktivitäten im Freien: Wie bekommt man Zecken?Zecken brauchen für ihre Entwicklungsstadien von der Larve zur Nymphe und zum adulten Tier jeweils eine Blutmahlzeit. Dafür klettern Zecken in Abhängigkeit ihres Entwicklungsstadiums bis zu 1,50 m hoch auf Bäume, Büsche und Sträucher, von wo sie durch vorbeikommende Wirtstiere oder den Menschen abgestreift werden. Nachdem sie von einem Wirtstier aufgenommen wurden, klettern Zecken in feuchtwarme geschützte Körperregionen. Bei Kindern finden sich Zecken oftmals am Kopf. Die weit verbreitete Annahme, dass sich Zecken von Bäumen auf darunter herlaufende Personen "stürzen" ist falsch. Der beste Schutz vor Borreliose... ist die Vermeidung von Zeckenstichen bzw. die sofortige Entfernung einer Zecke. Bei Aufenthalten in Risikogebieten sollten Sie lange, helle Kleidung tragen und ggf. Insekten-Repellents verwenden. Nach Aufenthalten im Freien sollten Sie sich und Ihre Kinder sorgfältig auf Zecken absuchen, und diese unverzüglich entfernen. Das Risiko, nach einem Zeckenstich an einer Borreliose zu erkranken, liegt in Deutschland viel höher als bei der bekannteren, ebenfalls von Zecken übertragenen FSME-Virusinfektion, gegen die es eine wirksame Schutzimpfung gibt. Die „Zeckenschutzimpfung“ schützt NICHT vor Borreliose-Erkrankungen ! SelbsthilfegruppenDer JenaGen Borreliose-Check trägt dazu bei, eine Borreliose-Infektion zu verhindern, bzw. in einem frühen Stadium zu bekämpfen. Was aber tun, wenn sich bei Ihnen bereits eine Borreliose manifestiert hat? Neben der absolut erforderlichen ärztlichen Behandlung können Sie sich auch an eine der zahlreichen Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen des Borreliose Bundes Deutschland e.V. wenden. Kontakt:Borreliose Bund Deutschland e.V. Grosse Strasse 205, 21075 Hamburg Tel: 040 7905788, Fax: 040 7924249 E-Mail: info@borreliose-bund.de Borreliose Selbsthilfegruppe Oldenburg Monika SickfeldOtto-Wels-Str. 40 26133 Oldenburg Tel.: (04 41) 36 145 146 http://www.borreliose-ol.de.vu/ LinksDeutsche Borreliose-Gesellschaft e.V. Deutscher Borreliose Bund e.V. Lyme-Borreliose Selbsthilfegruppen Schweiz Europäische Zeckeninformation Niedergelassene Ärzte, die auf Borreliose spezialisiert sind: Quellen:[1] Wikipedia, Autor: Jeremy Kemp, Lizensiert unter "Creative Commons Attribution Share Alike version 2.5"-Lizenz Schlüsselwörter: Borreliose, Zeckenstich, Zeckenbiss, Zeckenkrankheit, Lyme-Borreliose, Borrelien, Zeckenlabor
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