Analyse der Scrapie-Anfälligkeit bei SchafenDie Scrapie-Genotypisierung bei JenaGen...... ist ein Gentest, mit dem Schafe hinsichtlich ihrer genetischen Scrapie-Risiken charakterisiert werden. Hierzu werden die Tiere auf ihre unterschiedlichen Aminosäurekombinationen im Prion - Protein analysiert. Wir haben verschiedene Verfahren zur Analyse der Scrapie-Anfälligkeit miteinander verglichen und verwenden gegenwärtig die im Ringversuch (2002) der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), Institut für Tierzucht Mariensee am häufigsten eingesetzten Standardmethoden der DNA - Sequenzierung des Prion - Gens und eine Restriktionsfragment - Längenpolymorphismus - Methode (RFLP). Durch den Vergleich mit beiden Methoden können kritische Resultate überprüft werden und eine hohe Sicherheit des Analysenergebnisses gewährleistet werden. Untersuchungsmaterial1 bis 2 ml EDTA-Blut oder Heparin-Blut bzw. Gewebeproben (z.B. Gewebeprobenohrmarken: TypiFix, Caisley/Biopsytec)
Scrapie oder Traberkrankheit ist... ... eine übertragbare Erkrankung des zentralen Nervensystems bei Schaf und Ziege und gehört zur selben Gruppe von degenerativen Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie z.B. BSE (Rind) und Creutzfeld - Jakob - Krankheit (Mensch). Wie bei diesen Krankheiten, beruht auch bei Scrapie die Krankheitsursache auf einem deformierten Protein, dem sogenannten Prion - Protein, das zur Zerstörung von Nervenzellen führt. Inzwischen ist es allgemein anerkannt, dass die Scrapie-Anfälligkeit genetisch bedingt ist und durch Veränderungen im Prion - Gen vermittelt wird. Hier haben sich mittlerweile vor allem Veränderungen an drei Aminosäurepositionen im Prion - Protein zur Einteilung in 5 Risikogruppen (G1 bis G5) etabliert. Diese Veränderungen betreffen die Aminosäuren an Position 136, 154 und 171 mit ihren zugehörigen Codons (= Sequenzinformation für diese Aminosäuren im Prion - Gen). Durch weltweiten Vergleich des Schaf Prion - Gens von Scrapie-positiven und Scrapie-negativen Schafen wurde festgestellt, dass Schafe mit einer Kombination der Aminosäureabfolge A136R154R171/A136R154R171 zeitlebens nie an Scrapie erkrankten, während andere Kombinationen unterschiedliche aber häufigere Scrapie-Anfälligkeiten zeigten. In der Folge wurde ein EU-weites System zur Klassifizierung dieser Risikogruppen G1 (niedrigstes Risiko) bis G5 (höchstes Risiko) entwickelt.
Bezeichnung der Aminosäuren nach dem "Einbuchstaben-Code" A = Alanin R = Arginin V = Valin H = Histidin Q = Glutamin Die Kombination ARR / ARR gilt in allen Rassen bisher als der "Genotyp" mit der höchsten Scrapie-Resistenz. Warum sollten die Tiere eines Schafbestandes auf ihre Scrapie-Anfälligkeit charakterisiert werden?Beim Auftreten von Scrapie in einer Schafherde wurde nach dem Tierseuchenrecht bis Ende 2002 die gesamte Herde „gekeult“. Durch die neuen Änderungen zur EU-Verordnung EG 999/2001 (COM 2002) werden nunmehr bei Böcken nur die Risikogruppen G2 - G5 getötet, während G1 - Böcke (ARR/ARR homozygot) verschont bleiben. Bei weiblichen Tieren werden die Risikogruppen G1 und G2 nicht mehr gekeult. Für den Schafhaltungsbetrieb ergeben sich durch die Scrapie-Genotypisierung folgende Vorteile:
QualitätssicherungDie JenaGen GmbH ist nach ISO EN 9001:2000-12 zertifiziert und nach DIN EN ISO/IEC 17025:2000 akkreditiert. Wir haben erfolgreich am internationalen Ringversuch der Veterinary Laboratories Agency, UK zur Scrapie Genotypisierung teilgenommen und sind vom Land Thüringen als Untersuchungslabor zur Analyse der Scrapie-Anfälligkeit bei Schafen zugelassen. In unserem hauseigenen Labor können Ihre Proben mit zwei unabhängigen Methoden (direkte DNA-Sequenzierung und RFLP) untersucht werden, um kritische Fälle zusätzlich abzusichern. Links:Amtsblatt der Europäischen Union ( http://europa.eu.int/eur-lex/de/archive/ ):
Referenz: Hintergrund - Informationen aus DGfZ – Schriftenreihe, Heft 29:
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