Polyzystische Nierenkrankheit (PKD) bei Katzen


Der PKD-Gentest von JenaGen erlaubt den einfachen und sicheren Nachweis bzw. Ausschluss des PKD-Gendefekts bei Perserkatzen und Perserabkömmlingen, und somit die Vermeidung des Gendefekts in Ihrer Zucht.

Was ist PKD?

Die Polyzystische Nierenkrankheit (engl. Polycystic Kidney Disease, PKD) ist die am weitesten verbreitete Erbkrankheit bei Katzen. Sie tritt besonders häufig bei Perserkatzen auf, bei denen etwa 38% betroffen sind. Verursacht wird PKD durch den Funktionsausfall des PKD1-Genprodukts, dem Protein "Polyzystin". Dieser Ausfall führt zur Ausbildung von Zysten in den Nieren, sowie in der Leber und der Bauchspeicheldrüse. Betroffene Katzen leiden an einer Nierenfunktionsstörung, die letztendlich mit tödlichem Nierenversagen endet.

Bei PKD handelt es sich um eine dominant vererbbare Krankheit. Die Vererbung des Gendefekts durch nur ein Elternteil (heterozygot) reicht bereits aus, damit die Krankheit unweigerlich ausbricht. Die ersten Symptome zeigen sich dabei meist im Alter zwischen 3 und 10 Jahren. Homozygote Katzen (Vererbung des Gendefekts durch beide Elternteile) sind bisher noch nicht beobachtet worden. Dies weist darauf hin, dass solche Katzen bereits als Embryonen nicht lebensfähig sind.



Der PKD-Gentest

Der PKD-Gentest beruht auf einer Publikation von Leslie A. Lyons von der University of California, Davis (Lyons et al., J. Am. Soc. Nephrol. 15: 2548-2555, 2004). Aus der Probe (Maulschleimhautabstrich oder Blut) wird die DNA isoliert und gereinigt. Ein Abschnitt des PKD1-Gens wird mit der Methode der Polymerase Kettenreaktion (engl. Polymerase Chain Reaction, PCR) exponentiell vervielfältigt (amplifiziert). Anschließend wird der amplifizierte Genabschnitt sequenziert. Beim PKD-Gendefekt liegt im Exon 29 des PKD1-Gens eine Punktmutation vor, bei der an Position 3284 ein C(ytosin) durch ein A(denin) substituiert ist.

Im Vergleich zur konventionellen Ultraschalluntersuchung, die erst ab einem Alter von 10 Monaten sicher ist, kann der PKD-Gentest bereits ab dem 1. Lebenstag durchgeführt werden.



Welche Katzen sollten untersucht werden?

Grundsätzlich sollten alle Katzen, die in der Zucht eingesetzt werden, auf PKD getestet werden. Viele Zuchtverbände schreiben in ihren Richtlinien vor, dass alle in der Zucht eingesetzten Katzen frei von Gendefekten, einschließlich des PKD-Gendefekts, sein müssen. Außerdem gilt die Züchtung von Katzen mit PKD als "Qualzüchtung" gemäß §11b Tierschutzgesetz.
Der angebotene PKD-Gentest ist nur für Perser und Perserabkömmlinge (Exotic Shorthair, Selkirk Rex etc.) sicher. Für Katzen ohne Perservorfahren, z.B. Sibirier oder Maine Coon, ist der Gentest ausdrücklich nicht geeignet!


Untersuchungsmaterial

Als Untersuchungsmaterial eignen sich Maulschleimhautabstriche. Die Abstriche können einfach und bequem von Ihnen selbst durchgeführt werden. Die Katze wird nicht unnötig unter Stress gesetzt. Das Probenahme-Set zur Entnahme von Maulschleimhautabstrichen stellen wir Ihnen kostenlos zur Verfügung (Anforderung kostenloses Probenahme-Set).

Alternativ können Sie uns auch EDTA-Blut oder Heparin-Blut (mindestens 1 ml) zusammen mit dem Auftragsformular schicken.

Dauer der Untersuchung

Sie erhalten das Testergebnis innerhalb von 5 bis 10 Werktagen auf dem von Ihnen gewünschten Weg (E-mail, Fax, Post).

Preis

Preis pro Katze: 39,50 € zzgl. Mwst.