Bestimmung der Kappa-Casein und Beta-Lactoglobulin Varianten beim Rind

Das Wissen um den Kappa-Casein- und den Beta-Lactoglobulin-„Genotyp“ der Milchkühe und Zuchtbullen kann Entscheidungshilfen für den besten Verwendungszweck der Milch geben und verbessert die Käsereitauglichkeit der Milch durch entsprechende Berücksichtigung in der Zucht.

Kappa-Casein-Genvarianten beeinflussen die Gerinnungszeit der Milch und dadurch die Festigkeit der Labgallerte.
Die Käsereitauglichkeit der Milch ist umso besser, je kürzer die Gerinnungszeit und je höher die Festigkeit der Labgallerte sind.
Beta-Lactoglobulin-Genvarianten sind mit dem Caseingehalt (Caseinzahl) der Milch korreliert. Die Caseinzahl ist der zweite Hauptfaktor für die Käsereitauglichkeit der Milch. Der Anteil des Caseins am Gesamteiweißanteil (Caseinzahl) der Milch beträgt durchschnittlich 77 % (74 – 81 %).

Was wird untersucht?

Im Rahmen der angebotenen Genotypisierung werden die vier Varianten A, B, C und E des Kappa-Casein-Gens und die A und B Varianten des Beta-Lactoglobulin-Gens bestimmt. Der Kappa-Casein-„Genotyp“ BB (reinerbig) bewirkt beispielsweise die kürzeste Gerinnungszeit der Milch und führt dadurch zur höchsten Festigkeit der Labgallerte. In der Reihenfolge Kappa-Casein BB -> AB -> AA verschlechtern sich die Gerinnungseigenschaften der Milch (wobei AB einen mischerbigen „Genotyp“ darstellt).

Der Beta-Lactoglobulin-Genotyp BB ist mit einer höheren Caseinzahl verbunden als die Genotypen AB -> AA (abnehmende Caseinzahl).

Welches Probenmaterial benötigen wir?

Neben Blut, Gewebe oder Sperma eignen sich auch Haare mit Wurzeln als das Tier besonders schonendes Probenmaterial.

Qualitätssicherung

In unserem hauseigenen, molekularbiologischen Labor werden Ihre Proben mit modernsten, international anerkannten Methoden untersucht. Wir sind nach ISO EN 9001:2000-12 zertifiziert und nach DIN EN ISO/IEC 17025:2000 akkreditiert. Unser Qualitätsmanagementsystem garantiert Ihnen größtmögliche Sicherheit in der Behandlung Ihrer Proben.