Geschlechtsbestimmung bei Vögeln

JenaGen Geschlechtsbestimmung bei Scarlet Macaw-Papageien
Scarlet Macaw

JenaGen Geschlechtsbestimmung bei Wellensittichen

Wellensittiche [1]
Bei einigen Vogelarten ist es nicht möglich das Geschlecht anhand der äußeren Merkmale zu bestimmen. Im Gegensatz zur Endoskopie ist die von uns angebotene molekularbiologische Geschlechtsbestimmung nicht mit Stress für den Vogel verbunden, und das bei einem deutlich günstigeren Preis.

Probenmaterial

Für die Untersuchung reichen schon zwei ausgerissene Federn (z.B. im Wachstum befindliche Schwanz- oder Schwungfedern) oder alternativ auch eine Blutprobe. Ausgefallene Federn und Flaumfedern sind nicht geeignet. Um Probenverunreinigungen mit Fremd-DNA zu vermeiden, sollte bei der Probenahme unbedingt darauf geachtet werden, dass die Federkiele nicht angefasst oder mit anderen Gegenständen in Berührung gebracht werden. Die Federn können in Alufolie gewickelt oder in einen handelsüblichen Gefrierbeutel gegeben werden. Federn bitte für jeden Vogel einzeln verpacken und eindeutig kennzeichnen. Die Proben können zusammen mit dem Auftragsformular an unser Labor geschickt werden.


Dauer der Untersuchung

Sie erhalten das Testergebnis innerhalb von 4 bis 8 Werktagen auf dem von Ihnen gewünschten Weg (E-mail, Fax, Post). Auf Wunsch werden Zertifikate für jeden untersuchten Vogel ausgestellt.

Der Gentest

In unserem Labor wird zunächst die DNA aus der Probe isoliert. Anschließend wird mit der Methode der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ein Teil des CHD-1 Gens (Chromo-Helicase-DNA binding 1) vervielfälltigt. Das CHD-1 Gen ist auf den Geschlechtschromosomen der Vögel, W und Z, lokalisiert. Während männliche Vögel nur zwei Z-Chromosomen tragen (Z/Z), verfügen weibliche Vögel über zwei verschiedene Geschlechtschromosome (Z/W). Je nach Vogelart und Geschlechtschromosom ist das vervielfältigte CHD-1-Genfragment unterschiedlich lang. Die Länge der Genfragmente wird im Anschluss an die PCR durch eine Gelelektrophorese bestimmt. Sind zwei Banden sichtbar, handelt es sich um ein Weibchen mit dem Genotyp Z/W. Ist nur eine Bande zu sehen, so handelt es sich um ein Männchen mit dem Genotyp Z/Z.

Quellen:

[1] Dieses Bild basiert auf dem Bild Wellesittiche_dnbb_wikipedia.jpg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Urheber des Bildes sind Stephan Bragulla und Astrid Lang.