Nachweis der genetischen Anfälligkeit für BLAD bei Rindern (BLAD-Genotypisierung)

Die BLAD-Testung erhöht die Sicherheit in der Zuchtplanung bei wertvollen Tieren und verhindert unvorhergesehene Todesfälle aufgrund dieses genetischen Defekts. Mit Hilfe unseres Gentests wird die entsprechende Veränderung im CD-18 Gen der untersuchten Tiere nachgewiesen.

Was bedeutet BLAD?

BLAD (= Bovine Leukozyten Adhäsionsdefizienz) ist eine angeborene Immunschwäche bei Rindern. Weiße Blutzellen (Neutrophile Granulozyten) von Tieren mit BLAD-Syndrom sind durch eine Punktmutation in einem Zelloberflächenprotein (CD18, ß2-Integrin) nicht mehr zum effizienten Durchdringen von Endothel- (= Gefäß-) Barrieren in der Lage. Hieraus resultiert die Immunschwäche, die dazu führt, dass die Tiere meist nicht älter als ein Jahr werden.

Welche Tiere sollten getestet werden?

Wir empfehlen die Testung von Kälbern, die für Zuchtzwecke, bzw. für die Milchwirtschaft vorgesehen sind, vor Vollendung des 6. Monats. Träger des Gendefektes können so rechtzeitig erkannt werden und wirtschaftliche Einbußen vermieden werden.

Welches Probenmaterial benötigen wir?

Da BLAD eine Erbkrankheit ist, ist die entsprechende genetische Veränderung in allen Körperzellen nachweisbar. Neben Blut, Gewebe oder Sperma können deshalb auch Haare mit Haarwurzeln als geeignetes, tierschonendes Probenmaterial verwendet werden.

Qualitätssicherung

In unserem hauseigenen, molekularbiologischen Labor werden Ihre Proben mit modernsten, international anerkannten Methoden untersucht. Wir sind nach ISO EN 9001:2000-12 zertifiziert und nach DIN EN ISO/IEC 17025:2000 akkreditiert. Unser Qualitätsmanagementsystem garantiert Ihnen größtmögliche Sicherheit in der Behandlung Ihrer Proben.