DNA-Test zur Bestimmung Ihres erblichen (genetischen) Thrombose-Risikos
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| Risikofaktor | Erhöhtes Risiko | |
|---|---|---|
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Übergewicht und Bewegungsmangel: Durch eine Veränderung im Fettstoffwechsel gelangt besonders viel Cholesterin ins Blut und schädigt die Gefäßwände, wodurch diese verkalken können. |
ca. 2-3fach |
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Rauchen: Kohlenmonoxid im Rauch schädigt die Gefäßwände, sodass sich Fett ablagern kann und Nikotin verengt die Gefäße zusätzlich, wodurch schon kleine Gerinnsel hängen bleiben. |
Indirekt, nicht quantifiziert |
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Antibaby-Pille: Bestimmte Kontrazeptiva-Präparate enthalten Hormone, durch die Gefäßwände verändert und die Entstehung einer Thrombose begünstigt werden können. |
3-6fach |
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Langstreckenflüge: Durch Bewegungsmangel, eingeklemmte Gefäße und Flüssigkeitsmangel kann das Blut nicht mehr richtig fließen und kann gerinnen. |
2-5fach |
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Schwangerschaft: Durch das erhöhte Blutvolumen und das Gewicht des Fötus steigt der Druck auf die Gefäßwände und sie können geschädigt werden. |
ca. 4fach |
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Operationen: Der Bewegungsmangel nach einer größeren Operation führt zu einer Verlangsamung des Blutflusses und begünstigt dadurch die Entstehung einer Thrombose. |
Je nach Schwere der Operation |
Was ist eine Reisethrombose?
Eine spezielle Ursache für Thrombosen ist die Reisethrombose, oft auch "Economy Class Syndrom" oder "Touristenklasse-Syndrom" genannt. Diese vielen Reisenden oft nicht bewußte Gefahr auf längeren Reisen (> 6 h) betrifft jedes Jahr zehntausende Deutsche. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Siehier.Was sind erbliche Risikofaktoren?
Angeborene Risikofaktoren werden durch die Eltern vererbt und sind durch die Lebensweise nicht beeinflussbar. Sie beruhen auf Veränderungen in bestimmten Genen (Mutationen), durch die eine Erhöhung des Thrombose-Risikos gegeben ist. In unserem Test wird Ihre DNA auf die Mutationen des Faktor V Gens, des Faktor II Gens und des MTHFR Gens untersucht. In der folgenden Tabelle sind die Häufigkeit der Mutationen in der europäischen Normalbevölkerung sowie die Erhöhung des Erkrankungsrisikos bei einzelnen Mutationen dargestellt. Der Genotyp zeigt an, ob die Mutation in der DNA vorhanden ist. Beim Wildtyp liegt keine Mutation vor und ein erhöhtes Risiko für Thrombose ist nicht gegeben. Ein heterozygoter Genotyp heißt, dass man die Mutation von einem Elternteil geerbt hat. Man ist homozygot bezüglich der Mutation, wenn beide Eltern diese weiter vererbt haben. Dadurch erhöht sich auch das Risiko, an einer Thrombose zu erkranken.
| Erbliche Risikofaktoren | Genotyp | Häufigkeit | Erhöhtes Risiko |
|---|---|---|---|
| Faktor V Leiden: Der Gerinnungsfaktor V wird nicht mehr abgebaut und ein gebildetes Blutgerinnsel kann nicht mehr aufgelöst werden. Gefäße können blockiert werden. |
Wildtyp | 93% | kein |
| Heterozygot | 5-7% | 5-10fach | |
| Homozygot | 0,1% | 50-100fach | |
| MTHFR: Das Protein Homozystein kann nicht mehr abgebaut werden und verbleibt im Blut. Dadurch kann es zu Atherosklerose führen. |
Wildtyp | 41% | kein |
| Heterozygot | 47% | kein | |
| Homozygot | 12% | 2-4fach | |
| Faktor II: Das gerinnungsfördernde Protein Prothrombin wird stärker produziert. Das Blut kann dadurch schneller gerinnen. |
Wildtyp | 97% | kein |
| Heterozygot | 2-3% | 3-4fach | |
| Homozygot | 0,01% | 50fach |
Was bringt eine Früherkennung des erblichen Thrombose-Risikos?
Eine frühzeitige Erkennung des erblichen Risikofaktors kann bei entsprechender Lebensführung eine schwerwiegende Erkrankung verhindern. Durch Gewichtsreduktion, Absetzen der Antibaby-Pille bzw. Umstieg auf ein weniger problematisches Präparat und Verzicht auf Rauchen kann das persönliche Risiko erheblich gesenkt werden. Stehen lange Reisen oder Operationen an, können in Absprache mit Ihrem Arzt zusätzliche vorbeugende Maßnahmen eingeleitet werden. Durch Tragen von Kompressionsstrümpfen wird der Blutfluss unterstützt. In besonderen Fällen senken Heparinspritzen die Gerinnungsneigung des Blutes. Auch bei Schwangeren kann durch die Erkennung des erblichen Thrombose-Risikos und daraus resultierenden Beobachtungen eine Thrombose verhindert werden.
Testablauf
Gemäß Gendiagnostikgesetz GenDG dürfen wir seit dem 01.02.2010 Gentests nur noch im Auftrag ärztlicher Personen durchführen. Bitte lassen Sie sich zunächst von Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin beraten, inwieweit ein Gentest auf Thrombose-Risiko in Ihrem Fall sinnvoll ist. Zum Gespräch mit Ihrem Arzt können Sie das Informationsmaterial über unseren Gentest mitnehmen, das Sie hier als pdf-Dateien herunterladen und ausdrucken können:- Formular zur Aufklärung und Einwilligungserklärung
- Überweisungsformular für individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL)
- Anleitung zur Probenahme
Die ärztliche Person schickt die Proben und die unterschriebenen Formulare an unser akkkreditiertes Labor. Das Testergebnis wird dann innerhalb von 5 bis 10 Werktagen an den Arzt geschickt. Die Rechnungsstellung erfolgt je nach Angaben auf dem IGeL-Überweisungsformular an den überweisenden Arzt oder direkt an den Patienten.
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Diese Ergebnisse erhalten Sie!
In Ihrem Testergebnis ist aufgeführt, ob Sie eine der drei genetischen Veränderungen tragen und welches erhöhte Risiko damit verbunden sein kann. Diese Risikoeinschätzung ist keine sichere Vorhersage, ob oder wann Sie eine Thrombose bekommen werden, aber eine Richtlinie für die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose. Durch weitere Risikofaktoren wie dem Rauchen oder der Einnahme bestimmter oraler Kontrazeptiva kann das individuelle Risiko erhöht werden. Auf der Grundlage dieser Untersuchung des persönlichen genetischen Risikos kann Ihr Arzt die Verhütungsmethode Ihrem Risiko anpassen und bei Schwangerschaft, langen Reisen oder Operationen vorbeugende Maßnahmen ergreifen.
Datenschutz
Die Analysen werden im Labor der JenaGen GmbH in Jena durchgeführt. Es werden ausschließlich die in Auftrag gegebenen Untersuchungen durchgeführt. Alle persönlichen Angaben und erzeugten Daten unterliegen dem Datenschutz und sind nur unserem geschulten Fachpersonal zugänglich. Die Testergebnisse werden ausschließlich an den überweisenden Arzt übermittelt.
Schlüsselwörter: Thrombose, Faktor V Leiden, Thromboserisiko