JenaGen DNA-Test auf Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit)
Obwohl etwa 10-15% der westeuropäischen Bevölkerung an einer genetisch bedingten Laktoseintoleranz leiden, kennen nur die wenigsten Betroffenen die Ursache für ihre Beschwerden (Blähungen, Durchfall, Übelkeit etc.). Mit dem JenaGen DNA-Test kann ein eindeutiger Nachweis erbracht werden, ob eine solche primäre Laktoseintoleranz vorliegt. Der JenaGen DNA-Test ist völlig schmerzfrei, da lediglich ein Mundschleimhautabstrich benötigt wird. Laut Gendiagnostikgesetz (GenDG) dürfen DNA-Tests ab dem 01.02.2010 ausschließlich von Ärzten vorgenommen werden, die ihrerseits die JenaGen GmbH mit der Durchführung der Laboruntersuchung beauftragen können. Nach Absprache mit Ihrem Arzt können Sie unser kostenloses Probenahme-Set anfordern. Die Proben werden vom Arzt entnommen und an unser akkreditiertes Labor geschickt. Da es sich nicht um eine Kassenleistung handelt, erfolgt die Abrechnung als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) per Rechnung. Die Laboruntersuchung kostet 69,00 Euro (inkl. 19% Mwst.). Weitere Unkosten entstehen beim Arzt. Als Richtwert sieht die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) folgende Preise (2,3-facher Gebührensatz) vor:
(Unverbindliche Anforderung eines Probenahme-Sets)
Was ist Laktoseintoleranz?
Bei der primären Laktoseintoleranz handelt es sich um einen genetisch determinierten Laktasemangel mit verspätetem Beginn. Das bedeutet, die Intoleranz gegenüber Laktose entwickelt sich erst im Laufe des Lebens, häufig im Kindes- bzw. Jugendalter zwischen 3 und 15 Jahren. Primäre Laktoseintoleranz wird autosomal rezessiv vererbt. Sie kommt also nur zum Ausbruch, wenn die Veranlagung dazu sowohl vom Vater als auch der Mutter an den Nachkommen weitergegeben wurde. Die Betroffenen sind auf Grund des Gendefekts nicht in der Lage das Enzym Laktase zu produzieren, das den Milchzucker (Laktose) in seine beiden Bestandteile Glukose und Galaktose zerlegt:
Gelangt die Laktose unverdaut in den Dickdarm, so wird sie von dort obligat vorkommenden Bakterien anaerob verstoffwechselt. Die dabei entstehenden Gase und kurzkettigen Fettsäuren führen zu Symptomen wie Blähungen und Durchfall. Der dafür verantwortliche Laktasemangel wird durch eine Mutation in einer regulatorischen Region vor dem Laktase-Gen verursacht. Durch einen Austausch der Base Thymin (T) zu Cytosin (C) entsteht anstelle des Enzyms Laktase ein anderes, funktionsloses Genprodukt. Der Genotyp CC liegt der primären Laktoseintoleranz zugrunde. Menschen, die den heterozygoten Genotyp (TC) oder den Wildtyp-Genotyp (TT) aufweisen, sind Laktose-tolerant. Symptome bei Laktoseintoleranz
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| Genotyp | Bedeutung |
| TT | Keine primäre Laktoseintoleranz (ca. 40% der westeuropäischen Bevölkerung |
| CT | Heterozygoter Genotyp. Keine primäre Laktoseintoleranz, jedoch ist eine Vererbung Laktoseintoleranz-Veranlagung an die Nachkommen möglich (ca. 45% der westeuropäischen Bevölkerung) |
| CC | Genetische Anlage für Laktoseintoleranz (ca. 15% der westeuropäischen Bevölkerung). Im Laufe Ihres Lebens wird sich definitiv eine Intoleranz gegen Milchzucker einstellen. |
Neben der genetisch bedingten primären Laktoseintoleranz existieren noch verschiedene sekundäre Formen, die allerdings sehr viel seltener sind. Diese sind nicht vererbar, und können somit nicht mit dem JenaGen DNA-Test nachgewiesen werden.
Folgende Erkrankungen können zum Auftreten einer sekundären Laktoseintoleranz führen:
- Fehlbesiedlung des Darms mit bestimmten Bakterienarten
- Zöliakie
- durch Strahlung verursachte Enteritis (z.B. Bestrahlung im Rahmen einer Tumortherapie)
- Bestimmte Infektionskrankheiten, die Dünndarmzellen schädigen können
- Zu geringe Kontaktzeit bei beschleunigter Darmpassage
Zur Abklärung eventueller Ursachen bzw. zur Stellung einer Differentialdiagnose sollten Sie einen Arzt konsultieren.
Was tun bei Laktoseintoleranz?
Wenn bei Ihnen eine Laktoseintoleranz nachgewiesen wird, sollten Sie einen Arzt konsultieren und gemeinsam mit ihm individuelle Therapiemöglichkeiten besprechen und/oder eine Ernährungsberatungsstelle aufsuchen.
Die im folgenden beschriebenen Therapiemöglichkeiten sollen Ihnen als Orientierungshilfe dienen. Auf keinen Fall ersetzen diese Ratschläge eine individuelle Beratung durch Ihren Arzt und/oder Ernährungsberater.
Je nach individueller Ausprägung der Erkrankung können verschiedene Behandlungsverfahren angewandt werden:
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Verzicht auf Laktose-haltige Lebensmittel
Meist wird geraten, auf laktosehaltige Lebensmittel zu verzichten bzw. „normale“ Milchprodukte durch Milchersatzprodukte (meist auf Soja-Basis) zu ersetzen. Seit einiger Zeit ist auch laktosefreie Milch im Handel erhältlich.
Beim völligen Verzicht auf Milch und Milchprodukte kann jedoch leicht ein Calciummangel auftreten, der –wenn er sich über längere Zeit manifestiert – zur Instabilität von Zähnen und Knochen führen kann. Folgeerkrankungen wie Osteoporose können daraus resultieren. Wenn Sie auf Milchprodukte verzichten, sollten Sie Ihren Calciumbedarf über pflanzliche Lebensmittel (Grünkohl, Spinat, Broccoli...) oder Nahrungsergänzungsmittel (Calcium + Vitamin D3) decken, um der Entstehung einer Osteoporose vorzubeugen.
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Kapseln oder Tabletten, die das Enzym Laktase enthalten
Um die teilweise großen Einschränkungen bei der Nahrungsauswahl so gering wie möglich zu halten, stehen das Milchzucker-spaltende Enzym Laktase enthaltende Präparate zur Verfügung (z.B. Lactrase). Sie steigern die Laktose-Absorption im Dünndarm und erhöhen dadurch die Verträglichkeit von Laktosehaltigen Speisen. Solche Laktase-Präparate erhalten Sie in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern.
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Probiotika
Auch durch die Einnahme von Probiotika sind Behandlungserfolge berichtet worden. Probiotika enthalten bestimmte Bakterienkulturen (Lactobazillen), die in der Lage sind den Milchzucker zu verwerten. Somit leisten diese Bakterien einen nützlichen Beitrag zur Laktose-Verdauung und lindern die Beschwerden.
Diese Lebensmittel können Laktose enthalten!
Laktose ist nicht nur in Milch und Milchprodukten (z.B. Quark, Pudding, Eis...) enthalten, sondern wird auch vielen anderen Lebensmitteln zugesetzt. Für Betroffene ist es daher wichtig zu wissen, wo überall Laktose „versteckt“ sein kann.
Hier einige Beispiele für Lebensmittel (außer Milch und Milchprodukte), die Laktose enthalten können:
- Fertiggerichte (Pizza, Fertigsoßen, Suppen, Aufläufe...)
- Süßstofftabletten
- Süßigkeiten, Backwaren
- Nahrungsergänzungsmittel
- Bestimmte Medikamente
Seit dem 25.11.2005 (EU-Richtlinie 2003/89/EG) sind die Lebensmittelhersteller verpflichtet, Laktose auf dem Zutatenverzeichnis auszuweisen. Lesen Sie also immer das Zutatenverzeichnis und überprüfen, ob eventuell „versteckte“ Laktose enthalten ist! Hinter den folgenden Zutaten kann sich versteckte Laktose befinden:
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Butter |
Milchzucker |
Sauermolkenpulver |
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entrahmte Milch |
Molke |
saure Sahne |
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Lactose |
Molkenerzeugnisse |
süße Sahne |
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Lactosemonohydrat |
Molkenpulver |
Süßmolke |
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Laktose |
Rahm |
Süßmolkenpulver |
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Magermilch |
Sahne |
Vollmilch |
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Magermilchpulver |
Sahnepulver |
Vollmilchpulver |
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Milch |
Sauermolke |
Zuckerstoffe |
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Milchpulver |
Datenschutz
Die Analysen werden im Labor der JenaGen GmbH in Jena durchgeführt. Es werden ausschließlich die in Auftrag gegebenen Untersuchungen durchgeführt. Alle persönlichen Angaben und erzeugten Daten unterliegen dem Datenschutz und sind nur unserem geschulten Fachpersonal zugänglich. Die Testergebnisse werden ausschließlich an den Auftraggeber übermittelt. Eine Übermittlung der Daten und Ergebnisse an Dritte erfolgt nur, wenn wir vom Auftraggeber schriftlich dazu aufgefordert wurden.
Aus Gründen der Qualitätssicherung werden Rückstellproben der eingeschickten Proben für 3 Monate im Labor der JenaGen GmbH aufbewahrt und anschließend vernichtet. Eine sofortige Vernichtung der Proben und aller bei der Analyse erzeugten Daten ist auf Wunsch möglich.
