Von Zecken übertragene Krankheiten

Zeckenuntersuchung auf Krankheitserreger

Zecken sind Überträger zahlreicher Krankheiten. Nach einem Zeckenstich erlaubt der JenaGen Erregernachweis eine Abschätzung des Infektionsrisikos für die häufigsten durch Zecken übertragene Krankheiten:

Schicken Sie einfach die entfernte Zecke per Post an unser Labor (Auftragsformular). Hier wird die Zecke mit Hilfe eines molekularbiologischen Verfahrens, der sogenannten Polymerase Kettenreaktion (PCR), auf die gewünschten Krankheitserreger hin untersucht. Innerhalb von 5 Tagen erhalten Sie das Untersuchungsergebnis. Dieses liefert wertvolle Hinweise für die oftmals schwierige Diagnose von durch Zecken übertragbaren Krankheiten. Zusammen mit Ihrem Arzt können Sie so frühzeitig mögliche Therapiemöglichkeiten besprechen.

Holzbock und Auwaldzecke

Seit dem Jahr 2005 hat sich eine neue Zeckenart, die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus), in Deutschland fest angesiedelt. Auch sie ist Überträger für Krankheitserreger. Sehr viel häufiger als der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) ist die Auwaldzecke Träger von Rickettsien.
Die Auwaldzecke ist etwas größer als der Holzbock und trägt ein weißlich-marmoriertes Schild. Viel häufiger als der Mensch werden Haustiere wie Hunde und Pferde gestochen.

Risikogruppen

Kleine Kinder, ältere Menschen, Schwangere und immungeschwächte Menschen sollten besonders auf Zeckenstiche achten. Es besteht eine höhere Infektionsgefahr und eine Behandlung sollte möglichst frühzeitig und gezielt erfolgen.

Zecken und Haustiere

Naturgemäß haben Haustiere wie z. B. Hunde, Katzen und Pferde eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit von Zecken gestochen zu werden. Ebenso können Erreger übertragen werden, die zu Krankheitssymptomen bei den Tieren führen können.
So kann eine unbehandelte Babesiose beim Hund tödlich enden. Babesien werden besonders häufig durch die sich ausbreitende Auwaldzecke übertragen.
Aber auch der Holzbock kann Träger von Krankheitserregern wie z. B. Ehrlichien sein. Die canine Ehrlichiose ist besonders für Welpen gefährlich.

Kontrollieren Sie daher Ihre Tiere regelmäßig auf Zecken und entfernen Sie diese. Zum Wohle Ihres Tieres können Sie die Zecken in unser Labor zur Erregeranalyse schicken. Zur Senkung Ihrer Kosten können auch mehrere Zecken in einer Analyse zusammengefasst werden.

Richtige Entfernung von Zecken

  • Die Zecke mit einer feinen, nicht zu scharfen Pinzette möglichst nahe der Hautoberfläche angreifen.
  • Die Zecke langsam, aber gleichmäßig und ohne zu drehen aus der Haut ziehen.
  • Achtung: Die Zecke niemals am vollgesogenen Körper fassen, quetschen, oder mit einem Tropfen Öl oder Klebstoff zum Loslassen zwingen. Dies führt dazu, dass die Tiere ihren Mageninhalt erbrechen, was die Infektionsgefahr deutlich erhöht.

Ablauf des Erreger-Nachweises

  • Zecke so schnell wie möglich entfernen
  • Entfernte, intakte Zecke in ein sauberes Behältnis geben (z. B. abgeschnittene Ecke eines Gefrierbeutels) und zusammen mit dem Untersuchungsauftrag an unser Labor schicken
  • Parallel sollten Sie aufmerksam die Stichstelle beobachten und auf mögliche Symptome einer Borreliose-Infektion achten
  • Im Labor wird die Zecke mit modernsten molekularbiologischen Methoden (der sogenannten Polymerase Kettenreaktion, PCR) auf genetisches Material der Erreger hin untersucht
  • Innerhalb von 5 Werktagen erhalten Sie das Ergebnis des Erreger-Nachweises auf dem von Ihnen gewünschten Weg (Email, Telefon, Post)

Was bringen die Erreger-Nachweise?

Die Erreger-Nachweise sollen den Betroffenen frühzeitig mehr Sicherheit verschaffen ohne auf mögliche Symptome warten zu müssen und den behandelnden Arzt bei der Diagnose unterstützen. Mögliche Therapien können frühzeitig eingeleitet und unnötige prophylaktische Antibiotikagaben vermieden werden.

Besonders bei bestimmten Risikogruppen wie Kinder, Senioren und Schwangere sollten Zeckenstiche genau beobachtet werden. Denn die Symptome der durch Zecken übertragenen Krankheiten sind vielfältig und oftmals unspezifisch. Frühsymptome einer Infektion werden oft übersehen. Eine Untersuchung der Zecke bringt daher einen guten Hinweis für eine richtige Diagnose. Eine frühzeitige Erkennung ist äußerst wichtig für eine erfolgreiche Behandlung, denn nur im Frühstadium kann eine bakterielle Infektion relativ einfach mit Antibiotika therapiert werden.

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