Rechtsgrundlagen für den Vaterschaftstest

Richt- und Leitlinien für die Abstammungsanalyse

Rechtsgrundlage für den Vaterschaftstest in Deutschland ist seit 2010 das Gendiagnostikgesetz (GenDG) in Verbindung mit der Richtlinie der Gendiagnostik-Kommission (GEKO) von 2012. Hier wird unter anderem geregelt, wie ein Vaterschaftstest durchzuführen ist:

  • Die Fachkunde des Labors ist durch regelmäßige Kontrollen einer externen Prüfungskommission unter Beweis zu stellen (Akkreditierungspflicht).
  • Die Aufklärung und das Einverständnis aller Testteilnehmer sowie die identitätsgeprüfte, dokumentierte Probenahme ist eine zwingende Voraussetzung für die Durchführung von Vaterschaftstests in Deutschland (Verbot heimlicher Vaterschaftstests).

Alle Tests werden nach den gleichen Qualitätskriterien durchgeführt und  unterscheiden sich methodisch und im Ergebnis nicht von Vaterschaftsgutachten, die von staatlicher Seite (Gericht, Jugendamt) in Auftrag gegeben werden oder ggf. vor Gericht verwendet werden sollen.

Auf Grund der Beweismittelfreiheit in Deutschland muss ein Richter das Testergebnis nicht zwangsläufig verwenden und kann ein anderes Labor oder Gutachter bestellen, die den Test erneut durchführen.

 
 
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