Zeckenuntersuchung auf Borreliose

Borreliose

Die Lyme-Borreliose ist mit über 60.000 Neuerkrankungen im Jahr die zweithäufigste Infektionskrankheit in Deutschland.

Die fünf in Deutschland vorkommenden humanpathogenen Erreger Borrelia burgdorferi sensu stricto, B. garinii, B. afzelii, B. valaisiana und B. spielmani werden überwiegend durch Schildzecken der Art Ixodes ricinus (gemeiner Holzbock) übertragen.

Die Borreliose-Erreger befinden sich im Zeckendarm und benötigen viele Stunden um während des Zeckenstichs übertragen zu werden. Um das Risiko einer Borreliose zu minimieren ist eine sachgerechte Entfernung der Zecke essentiell (nicht auf Zeckenkörper drücken, kein Öl oder Kleber verwenden), da sich die Zecke sonst erbricht und die Borrelien dabei überträgt. Infektionsgefahr besteht in ganz Deutschland vom Frühjahr an bis in den späten Herbst.

Wegen der vielen unterschiedlichen, oftmals unspezifischen Symptome und der unsicheren Diagnostik werden Borreliosen häufig erst sehr spät entdeckt. Wertvolle Hinweise für eine schnelle Erkennung einer Borreliose und die rechtzeitige, erfolgreiche Therapie liefert der JenaGen Erreger-Nachweis in der entfernten Zecke (Auftragsformular).

Vorkommen und Häufigkeit der Lyme-Borreliose

Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit in Deutschland. Anders als die FSME, die auf Risikogebiete hauptsächlich im süddeutschen Raum beschränkt ist, besteht Borreliose-Infektionsgefahr in ganz Deutschland. Allerdings gibt es auch bei der Durchseuchung des Holzbocks mit Borrelien regionale Unterschiede. Während in Norddeutschland nur etwa 5-10 % der Zecken mit Borrelien infiziert sind, so können dies in Süddeutschland 30 % und mehr sein. Häufig enthalten die Zecke weitere Erreger wie Ehrlichien und/oder Rickettsien.

Symptome einer Borreliose-Infektion

Die Symptome einer Borreliose-Infektion sind vielfältig und oftmals unspezifisch. Allgemein wird der klinische Verlauf einer Borreliose in 3 Stadien eingeteilt, wobei allerdings einzelne Stadien übersprungen werden können oder aber jederzeit eine spontane Ausheilung stattfinden kann. Selbst die charakteristische Wanderröte wird nur in etwa 40-60 % der Fälle beobachtet.

Borreliose-Unterschätzen Sie die Gefahr nicht!

  • ca. jede dritte bis jede fünfte Zecke ist infiziert
  • ca. 60.000 bis 100.000 Neuerkrankungen pro Jahr
  • Infektionsgefahr besteht in ganz Deutschland (Frühjahr bis späten Herbst)
  • Menschen und Tiere können infiziert werden und Symptome entwickeln
  • Frühsymptome der Infektion nach einem Zeckenstich werden oft übersehen
  • Therapie: im Frühstadium der Infektion relativ einfach mit Antibiotika möglich
  • verspätete Diagnose mit bereits auftretenden Spätsymptomen ist nur noch sehr schwer zu therapieren und führt zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit einer Vielzahl von Krankheitsbildern
  • Nachweis von Borrelien in der entfernten Zecke unterstützt die Frühdiagnose und erspart den Betroffenen durch eine rechtzeitig eingeleitete Therapie viel Leid.

Borreliose-Fakten im Überblick

  1. Die "Zecken-Schutzimpfung" schützt nur vor FSME, nicht aber vor Borreliose!
  2. Ein negativer serologischer Befund schließt eine Borreliose nicht aus!
  3. Nur etwa die Hälfte aller Borreliose-Patienten hat eine Wanderröte!
  4. Über die Hälfte aller Borreliose-Patienten können sich nicht an den ursächlichen Zeckenstich erinnern!
  5. Zecken übertragen neben Borreliose und FSME zahlreiche weitere Krankheiten (ca. 50 Krankheiten sind bisher bekannt). Mehrfachinfektionen sind möglich!
  6. Borrelien können nach einer Antibiose persistieren und einen Rückfall auslösen!
  7. Zur sachgerechten Entfernung von Zecken dürfen weder Öl noch Kleber verwendet werden. Die Zecke soll mit einer Pinzette möglichst nahe an der Haut gepackt und gerade heraus gezogen werden (nicht drehen)!

Therapie und Prophylaxe

Im Frühstadium der Infektion ist die Borreliose relativ einfach mit Antibiotika, z. B. Doxycyclin, möglich. Eine verspätete Diagnose mit bereits auftretenden Spätsymptomen ist nur noch sehr schwer zu therapieren und führt zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit einer Vielzahl von Krankheitsbildern.
Eine Impfung gegen Borreliose ist nicht verfügbar. Als Vorbeugemaßnahme ist ausschließlich die Vermeidung von Zeckenstichen möglich.

Achtung: Die "Zecken-Schutzimpfung" schützt nur vor FSME, nicht aber vor Borreliose und andere durch Zecken übertragene Krankheiten!

 
 
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